Chronik

Der Name der Gesellschaft mag für Ortsfremde vielleicht etwas eigenartig klingen, aber er lehnt sich eng an die Ortsgeschichte an und zeigt deutlich die Verbundenheit und liebe der Mitglieder zum angestammten Boden, zur engeren Heimat und Tradition. Die Gründer wohnten fast ausschließlich am Halbusch. Halbusch ist eine alte Flurbezeichnung für den nördlichen Teil der Reisholzer Gemarke, des grossen Reisholzer Busches, der im Norden an den Bilker Busch Anschluss hatte.

An dieser Stelle konnte sich kein Hochwald entwickeln, weil der Halbusch – ein Mischwald – auf einer sandigen Bodenwelle stand, die sich bis zum Damsteg herunterzog. Karten von Holthausen um 19oo zeigen, dass noch keine einzige Strasse von Holthausen, das mit dem Halbusch bis 1804 zum Amt Monheim gehörte, bis zum Halbusch führte.

Von der Heyestr. – ehemalige Henkelstrasse, seit 1999 tlw. Werksgelände der Fa. Henkel – führte ein weg über “das Heidchen” dorthin, an dem vier Häuser standen. Dieser Weg nahm seinen Anfang dem Hause des Revierförsters Kucken gegenüber und hieß kurz nach 1900 “Heidchenstrasse”. während in einer Kellnerei – Rechnung des Amtes Monheim um 1780 noch die rede von einem “bestallten” Wolfs – und Otternfänger die Rede ist, zeigt kurz nach der Jahrhundertwende 1900 der Halbusch ein vollkommenes verändertes Gesicht.  

1898 gründete Hermann Heye die Industrie – Terrain – Gesellschaft, die neben anderen auch den Oberheider Hof erwarb, zu dem das “Heidchen” und der Halbusch gehörten. Am Halbusch entstand 1911 die Spiegelglas A.G. und gleichzeitig eine für damalige Verhältnisse vorbildliche Siedlung für Arbeiter und Angestellte dieser Firma. Nun wurde die im Plan von 1900 noch mit Nr. 8 eingezeichnete Strasse von Holthausen zum Halbusch gebaut. Sie begann an der Henkelstr. 28, in Höhe der Abtl. Kultur u. Sport der Fa. Henkel und endete wie jetzt noch an der Auffahrt der A 46. Sie wurde zunächst Fritz Henkelstr. genannt, später hieß sie dann Halbuschstr..

Holthausen um 1899

Durch die ständige Ausdehnung der Fa. Henkel wurde diese Strasse jedoch bereits 1964 bis zur Werstener Friedhofstr. in das Werksgelände mit einbezogen.

Die Spiegelglasfabrik zog aus Belgien und dem Aachener Bezirk Facharbeiter nach Holthausen, unter denen sich auch der erste Hauptmann der Jäger – Kompanie – Halbusch Josef Bartz befand. Im ersten Vereinslokal “Horres”, Halbuschstrasse, fanden sich etwa 30 Männer zusammen, um die Jäger – Kompanie – Halbusch zu gründen. das genaue Gründungsdatum der Kompanie lässt sich nicht mehr feststellen, muss aber nach dem 5.Oktober 1925 liegen, denn auf einer Versammlung des Schützenvereins an diesem Datum, war von eine Jäger – Kompanie – Halbusch noch nicht die Rede. Die Gründung der Kompanie erfolgte aber im Jahre 1925, nach mündlicher Überlieferung bereits verstorbener Mitglieder.

   

Tambourcorps 1927

 Bereits im Jahre 1927 gründete die Kompanie ein eigenes Tambourcorps und im gleiche Jahr stellte sie auch mit Arnold und Anna Offermann das erste regimentskönigspaar in ihren Reihen, ferner wurde 4.dezember 1927 die erste Fahne geweiht. Diese Fahne wurde, übrigens die einzigste im ganzen Regiment, nach ende des Krieges von den Amerikanern mitgenommen. Am 20.06.1948 dem Tag der Währungs- Reform wurde eine selbst angefertigte Fahne,  von dem Kameraden  Peter Koch gemalt, geweiht. Am 26. August 1961, eine Woche vor Schützenfest wurde dann eine neue Fahne, angefertigt von den Benediktinerinnen des Klosters Heilzheim /Kreitz bei Neuss, geweiht.

  

Siebenmal konnte die Gesellschaft bisher den Regimentkönig stellen und zweimal den Regimentsprinzen. Achtmal waren Mitglieder oder Damen der Gesellschaft am Klompenkönigspaar beteiligt und neun Kameraden wurde der Stadtorden des Oberbürgermeisters verliehen.